Gasthaus Staude
R. Fleig und M. Maier
D-78098 Triberg-Gremmelsbach
Tel.: +49(0)7722/4802
Fax: +49(0)7722/21018
E-Mail: info@gasthaus-staude.de
Internet: www.gasthaus-staude.de


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CHRONIK

 

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Kleine Chronik zum "Gasthaus Staude"

Der erste, der im Jahr 1657 wieder ein Gasthaus führen wollte, war Georg Blessinger. Ihm stellte der Obervogt Sebastian Hildebrandt den Betrieb "wegen vihler erheblichen Ursachen willen" ein.

1674 unternahm als zweiter Andreas Kuoner an der württembergischen Grenze, zwischen Langenschiltach und Gremmelsbach, wohl an der "Staude", einen erneuten Anlauf. Er erfuhr für sein Vorhaben einerseits starke Ablehnung oder begeisterte Unterstützung. Die Gemeinde Nußbach und ihr Vogt Jacob Fehrenbach als Gegner untersuchten einmal die charakterlichen Eigenschaften und zum anderen die wirtschaftlichen Verhältnisse von Kuoners. Er sei ein schlechter Haushalter und habe "nur ein klein schlechtes Tagslohnerhäußlein", das nicht einmal an der Landstraße liege. Es würde ja nur ein "Tanzblaz" und der Kirchbesuch werde, so der Kaplan von Nußbach, vernachlässigt. Für Ihn war das Gasthaus "eine gantze Stunde wegs auff der heid und ahn wirtbergischen teritorien gelegen, alwo sich dys Junge volg in allerhand Gelegenheiten danzten, spilen, sauffen, fressen, bei tag und nacht allwo weder christlich, noch weltlich obrigkeit kein obsicht nit haben kan". Die Jugend sowie "auch andere liederliche Pfarrkinder" könnten sich an heimlichen Ort zusammenrotten, sie seien nicht in der Rosenkranz und in die Christenlehre zu bringen.

Dagegen Zuspruch durch den Gremmelbacher Vogt Jacob Weinackher. Das Gasthaus sei nicht nur "denen Gremmelsbachisch Ambtsangehörigen wohlbekömmlich", es liege auch an einer "gangbaren Straße" an der württembergischen Grenze, es würde von Fremden und Durchreisenden ständig besucht werden, die Steuer würde "hieher gezogen" und das herrschaftliche Interesse würde "umb ein merkliches gebessert". Die Genehmigungwurde so am 26. Juli 1674 erteilt, aber am 10. September wurde die Konzession wieder zurückgenommen.

Vogt und Wirt mußten in Triberg erscheinen, wo ihnen die obrigkeitliche Mitteilung "abgelesen" wurde. Der Grund war der, daß der neue Wirt keinerlei Kredit bekam, Wein und Lebensmittel mußten bar bezahlt werden, vom Fleisch ganz zu schweigen. Dagegen verlangte er für Wein und Brot einen zu hohen Preis. Mehr noch! Kuoner konnte auch nicht sogleich die Steuer aufbringen.

Kuoner machte sich jetzt für Unerhörtes die Abgelegenheit seines Hauses zunutze. Er lagerte am 2. Oktober "uf ein Neyes mehr als zwei Saumb" (300 Liter) ein. Als er sich wieder unbeobachtet glaubte, hat er gleich darauf in seinem Häuslein eine drei Tage lang wehrende Hochzeit gehabt.

Die endgültige Erlaubnis für eine "Würthschaft" bekam die "Staude" ohne jede Schwierigkeit am 1. September 1683 auf Bitten des damaligen Vogts Marx Faller, der auch Wirt auf der "Staude" war, vom Obervogt Johann Heinrich Moser von Weiler. Die vorderösterreichische Regierung und Kammer in Freiburg hatte ihm hierzu am 27. August die Vollmacht erteilt.

 

 
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